|
Geschrieben von Administrator
|
|
Montag, 15. November 2010 |
Das Video zeigt wie ein Tank mit goldenen Emblemen versehen wird. Einen Tank mit vergoldeten Emblemen zu versehen ist nicht so schwierig wie man denkt. Es gibt nur ein paar Dinge zu beachten. Blattgold oder das etwas günstiger Schlagmetall wird normalerweise mit einem Anlegeöl angelegt das wie ein Kleber wirkt.
Allerdings muss man die Ablüftzeit beachten damit da Blattgold nicht
versumpft. Ursprünglich bestehen Anlegeöle aus einer ölhaltigen Mischung
die sich mit einem 2K Klarlack (Autolack) nicht verträgt. Es gibt
aber Anlegeöle auf Dispersionsbasis, und genau diese haben wir
verwendet. Anstatt diese mit einem Pinsel aufzubringen haben wir sie
verdünnt (Wasser) und mit einer Sata Minijet aufgebracht.
Die
Vorteile sind das man das die Mixtion kaum unterläuft (unter die
Schablonen Klebefolie wandert). Die Ablüftzeit verkürzt sich ebenfalls
stark, so das ein zügiges Arbeiten ohne Wartezeiten gewährleistet ist.
Das
Blattgold wird vom Papier mit einem sogenannten Anschießer angehoben.
Ein Anschießer ist ein flacher Pinsel, ursprünglich aus Dachshaar oder
Fehhaar hergestellt den man durch streichen über einen Pullover o.ä.
elektrisch auflädt damit das Blattgold an ihm haftet und man es so
anheben kann. Aus Tierschutzgründen sollte man auf synthetische
Varianten zurückgreifen. Leider noch ein wenig stiefmütterlich behandelt
aber ökologisch sinnvoll.
Nach dem anheben des Blattgoldes kann
man es sehr vorsichtig auf der Anlegeflüssigkeit platzieren. Man kann
oder sollte dabei Baumwollhandschuhe tragen. Das Blattgold oder
Schlagmetall wird mit einem weichen Tuch, Watte o.ä. vorsichtig
angedrückt. Reste der Überlappungen werden später einfach weggeblasen.
Beim abziehen der Folie sollte man behutsam vorgehen um einen sauberen
Kantenabriss zu gewährleisten. Später kann man das Blattgold einfärben,
linieren, lackieren wie es gefällt. Ursprünglich war das Vergolden Bestandteil des Maler und Lackiererhandwerks, später wurde es dem Restauratorenhandwerk zugeordnet. In einer vernünftigen Ausbildung ist es heute noch Bestandteil und läßt sich wie man sieht auch gut mit modernen Techniken kombinieren.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. November 2010 )
|