Von einem Instrumentenbauer erhielten wir ein Dallape Akkordeon zur Überarbeitung. Sein Kunde hatte es wie man unschwer erkennen kann in unsachgemäße Hände gegeben und zielmlich verhunzt zurück bekommen.
Lackläufer, unsaubere Spachtelstellen mit nicht durchhärtenden Spachtel sowie überlackierte Glitzersteine. Dazu ein mit Lack verunreinigtes Gestänge innen sowie überlackierte Halter. Kurzum, es sah ziemlich schrottreif aus.
Der Instrumentenbauer fragte uns ob wir das besser hinbekommen und ob wir es übernehmen würden.
Eine ganz schöne Herausforderung angesichts des Zustandes. Was daraus geworden ist haben wir in einem kleinen Video dokumentiert. 
wir denken sein Kunde wird begeistert sein und das nächste mal sein instrument gleich in sachkundige Hände geben. Nicht umsonst reparieren wir seit vielen Jahren Oberflächenschäden von Instrumenten  für Hersteller.
Besonders zelluloidbeschichtete Instrumente erfordern gewisse Kenntnisse vom verwendeten Material und der Arbeitsweise.

Vorher (teilweise schon bearbeitet) :

 front3bass1abdeckung3abdeckung

 

 

 

 

  Nachher:

gehause fertig 1gehause fertig 3gehause fertig 2

 

Und hier das Video:



Für die Reparaturarbeiten wurde eine für den luftverkehr zugelassenes Epoxidharz mit Verstärkungsfasern verwendet. Alte Lackreste wurden so weit wie möglich entfernt. Loses Zelluloid mittels Hitze entfernt.
Dabei ist Vorsicht angesagt da Zelluloid leicht entflammbar ist. Um das Arbeiten des Holzes mitzumachen wurde ein leicht elastischer 2K Spachtel verwendet. Es wurde 2x mit einem PU Füller beschichtet und zwischengeschliffen um anschließend einen Basislack schwarz mit 4 Schichten Klarlack zu erhalten. Der Klarlack wurde geschliffen und poliert damit die übliche Lackstruktur vom spritzen eines HS Lackes weg ist..
Das ist die Standardvorgehensweise bei hochwertigen Instrumentenlackierungen.

Hier noch ein Video über die Gefährlichkeit von Zelluloid: