Das Video zeigt wie ein Tank mit goldenen Emblemen versehen wird. Einen Tank mit vergoldeten Emblemen zu versehen ist nicht so schwierig wie man denkt. Es gibt nur ein paar Dinge zu beachten. Blattgold oder das etwas günstiger Schlagmetall wird normalerweise mit einem Anlegeöl angelegt das wie ein Kleber wirkt.
Allerdings muss man die Ablüftzeit beachten damit da Blattgold nicht versumpft. Ursprünglich bestehen Anlegeöle aus einer ölhaltigen Mischung die sich mit einem 2K Klarlack (Autolack) nicht verträgt.
Es gibt aber Anlegeöle auf Dispersionsbasis, und genau diese haben wir verwendet. Anstatt diese mit einem Pinsel aufzubringen haben wir sie verdünnt (Wasser) und mit einer Sata Minijet aufgebracht.

Die Vorteile sind das man das die Mixtion kaum unterläuft (unter die Schablonen Klebefolie wandert). Die Ablüftzeit verkürzt sich ebenfalls stark, so das ein zügiges Arbeiten ohne Wartezeiten gewährleistet ist.

Das Blattgold wird vom Papier mit einem sogenannten Anschießer angehoben. Ein Anschießer ist ein flacher Pinsel, ursprünglich aus Dachshaar oder Fehhaar hergestellt den man durch streichen über einen Pullover o.ä. elektrisch auflädt damit das Blattgold an ihm haftet und man es so anheben kann. Aus Tierschutzgründen sollte man auf synthetische Varianten zurückgreifen. Leider noch ein wenig stiefmütterlich behandelt aber ökologisch sinnvoll.

Nach dem anheben des Blattgoldes kann man es sehr vorsichtig auf der Anlegeflüssigkeit platzieren. Man kann oder sollte dabei Baumwollhandschuhe tragen.  Das Blattgold oder Schlagmetall wird mit einem weichen Tuch, Watte o.ä. vorsichtig angedrückt. Reste der Überlappungen werden später einfach weggeblasen. Beim abziehen der Folie sollte man behutsam vorgehen um einen sauberen Kantenabriss zu gewährleisten. Später kann man das Blattgold einfärben, linieren, lackieren wie es gefällt. Ursprünglich war das Vergolden Bestandteil des Maler und Lackiererhandwerks, später wurde es dem Restauratorenhandwerk zugeordnet. In einer vernünftigen Ausbildung ist es heute noch Bestandteil und läßt sich wie man sieht auch gut mit modernen Techniken kombinieren.